Gepostet: 31.03.2020

Natur- und Wald Trainer

"Zu meinen Füßen ein Meer aus Fichtenzapfen. Ich schließe kurz meine Augen. Es riecht nach frischer Fichte. Nach Harz. Nach Erde.
Mehrere umgestürzte Bäume liegen quer übereinander gestapelt im Wald. Ihre Wurzelteller ragen hoch hinaus. Flachwurzler. Wie viele es sind kann ich nicht sagen. Es ist zu unübersichtlich.
Während ich mit einer Hand einzelne Zweige zur Seite streiche, schreckt eine Amsel auf und flattert aufgeregt davon. Erschrocken haben wir uns beide. Ich halte kurz inne und atme durch. Und lächle.
Vögel, Eichhörnchen, Baummarder, Fledermäuse, Haselmäuse und natürlich zahlreiche Insekten leben normalerweise hoch oben in den Bäumen. Jetzt müssen sich einige wohl ein neues Zuhause suchen.
Ich balanciere über Zapfen und abgebrochene Zweige. Ab und zu erwischt mich der schön klebrige Harz.
Ich suche die Spitze. Den höchsten Teil dieses nun mir zu Füßen liegenden stattlichen Baumes.
Wann hat man schon mal die Möglichkeit, einer Baumkrone so nah zu sein?
Ah... Da ist sie. Wie hoch sie wohl gewesen ist? Welch Ausblick sie hatte. Nun bin ich ihr so nah. Wie weich ihre Nadeln sind. Und schön aufrecht war sie.
Ich kann die Verbindungen entdecken, wo die Zapfen hingen. Sie riechen noch ganz frisch. Durch den Aufprall sind alle abgefallen.
Ich nehme nochmal eine Prise des wohltuenden Waldparfums. Augen zu. Nase ein. Bauch und Lunge füllen sich. Laaaaannngggsssaaammm aus.
Ich mache noch ein Foto von diesem Wunderwerk. Dann verabschiede ich mich.
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